Sizilien und die Äolischen Inseln in 10 Tagen
Festland-Sizilien, dann eine wirklich andere Landschaft
Zehn Tage erlauben es, Ostsiziliens Städte mit einem echten, ungehetzten Abschnitt auf den Äolischen Inseln zu kombinieren — drei Inselstopps statt eines einzigen gehetzten Tagesausflugs, da Lipari, Vulcano und Stromboli jeweils eigene Zeit verdienen, statt von einer schnellen Bootstour abgehakt zu werden. Jede Etappe zu und von den Inseln hängt vom Meer ab; Puffer einplanen und diese gesamte Reiseroute als einen Plan lesen, der sich um einen Tag verschieben kann, wenn die Bedingungen nicht mitspielen. Wer zehn Tage zu viel findet: Sizilien in zwei Wochen fügt stattdessen einen kürzeren Äolien-Stopp in eine vollständigere Inselrunde ein.
| Geeignet für | Reisende mit Zeit für einen echten Inselabstecher, nicht nur einen Tagesausflug nach Lipari |
| Fortbewegung | Mietwagen auf dem Festland; Tragflügelboote zwischen den Inseln (dort kein Auto nötig) |
| Gesamtbudget | Etwa 1100-1500 € pro Person für zehn Tage, ohne Flüge |
| Auto nötig | Ja auf dem Festland; in Milazzo lassen, während man auf den Inseln ist |
Tag 1 — Catania
Vormittag und Nachmittag: Landung in Catania und ein Tag im Barockzentrum — der Fischmarkt La Pescheria (nur vormittags), die Piazza Duomo und die Via Etnea. Private geführte Stadtwanderung durch Catania mit Einheimischen buchen.
Abend: Früh schlafen gehen — morgen beginnt die Fahrt nordwärts.
Tag 2 — Taormina
Vormittag: Fahrt nach Taormina, etwa 50 Minuten von Catania. Spaziergang über den Corso Umberto und zum antiken griechisch-römischen Theater.
Nachmittag: Geführte Tour durch Taormina und Isola Bella mit Badestopp buchen. Auf Taorminas ZTL achten — unterhalb der Altstadt parken und zu Fuß oder mit dem Shuttle hinaufgehen.
Abend: Übernachtung in Taormina.
Tag 3 — Milazzo und die Überfahrt nach Lipari
Vormittag: Fahrt von Taormina nach Milazzo, etwa eine Stunde und eine Viertelstunde, und den Mietwagen auf einem gesicherten Langzeitparkplatz nahe dem Hafen abstellen — er wird erst wieder gebraucht, sobald man zum Festland zurückkehrt.
Nachmittag: Tragflügelboot nach Lipari, der größten und am besten erschlossenen der Äolischen Inseln, je nach Route und Zwischenstopps etwa eine Stunde. Bootstour ab Milazzo durch das Meeresschutzgebiet Capo Milazzo buchen am Morgen vor der Überfahrt, bei ein paar freien Stunden übrig.
Abend: Ankunft im Ort Lipari, dem Haupthafen und der praktischsten Basis, um Vulcano und Stromboli an den folgenden Tagen zu erreichen.
Tag 4 — Lipari
Vormittag und Nachmittag: Lipari lohnt einen vollen, ungehetzten Tag — das archäologische Museum (eine der besten Sammlungen prähistorischer und griechischer äolischer Artefakte überhaupt), die befestigte Altstadt der Zitadelle und die Obsidianklippen der Insel sowie die Ausblicke auf den schwarz-weißen Bimssteinbruch an der Nordküste.
Abend: Die Restaurants an Liparis Hafenpromenade sind auf frisch gefangenen Fisch und die lokalen Kapern spezialisiert, eine echte äolische Spezialität, gewachsen in vulkanischem Boden.
Tag 5 — Vulcano
Vormittag: Kurzer Tragflügelboot-Sprung nach Vulcano, etwa 20-30 Minuten von Lipari. Die Kraterwanderung auf Vulcano ist ein moderater, etwa einstündiger Aufstieg mit weiten Ausblicken über den Archipel vom Kraterrand aus — Schwefeldämpfe erinnern ständig daran, dass dies ein aktives Vulkansystem ist, keine ruhende Kulisse.
Nachmittag: Vulcanos Schlammbäder (fanghi), ein flaches Becken mit warmem, schwefelhaltigem Vulkanschlamm, sind der andere Pflichtstopp der Insel — wirklich streng riechend, aber einmal wegen der Neuheit und des Rufs als mineralreiche Hautbehandlung einen Versuch wert, auch wenn kein Spa-Niveau zu erwarten ist. Die angrenzenden schwarzen Sandstrände sind eine Stunde zum Abspülen und Entspannen danach wert.
Abend: Tragflügelboot zurück nach Lipari für die Nacht.
Tag 6 — Stromboli
Vormittag: Tragflügelboot nach Stromboli, der von Lipari aus am weitesten entfernten der drei Inseln und derjenigen, die am stärksten von ruhiger See abhängt — eine längere Überfahrt einplanen, Verzögerungen sind hier häufiger als bei den kürzeren Inter-Insel-Hüpfern.
Nachmittag: Der ständig aktive Vulkan auf Stromboli bricht alle zehn bis zwanzig Minuten aus seinem Gipfelkrater aus, sichtbar sogar tagsüber als Rauchfahne, auch wenn das eigentliche Spektakel nach Einbruch der Dunkelheit stattfindet. Ganztägige Bootstour ab Lipari mit Panarea und Stromboli buchen, wer den Vulkan lieber vom Wasser aus sehen möchte, statt sich auf eine Übernachtung festzulegen.
Abend: Eine Bootsfahrt entlang der Sciara del Fuoco (der „Feuerstrom”, ein narbiger Hang, an dem Eruptionsmaterial direkt ins Meer gleitet) nach Einbruch der Dunkelheit ist die beste Art, Strombolis Ausbrüche ohne einen anstrengenden geführten Gipfelaufstieg zu beobachten — unser Guide Stromboli bei Nacht behandelt das speziell.
Tag 7 — Zurück aufs Festland, weiter nach Syrakus
Vormittag: Tragflügelboot zurück nach Milazzo, je nach Route etwa 2-2,5 Stunden, das Auto abholen und für diesen Transfer den ganzen Vormittag einplanen — nichts eng darum herum ansetzen.
Nachmittag: Fahrt von Milazzo nach Syrakus, eine lange Strecke von etwa 3 Stunden über die Autobahnen A18/A19. Das ist ein Reisetag; unterwegs nicht versuchen zu besichtigen.
Abend: Ankunft in Ortigia, dem kleinen insularen Altstadtkern, der durch zwei kurze Brücken mit dem Festlandteil von Syrakus verbunden ist — die ZTL-Zone beachten und auf der Festlandseite parken.
Tag 8 — Syrakus und Ortigia
Vormittag: Der archäologische Park Neapolis beherbergt das griechische Theater und die Ohr-des-Dionysios-Kalksteinhöhle. Geführte Tour durch Ortigia und den archäologischen Park Neapolis buchen.
Nachmittag: Ortigia in ruhigerem Tempo erkunden — die Arethusa-Quelle und die Piazza Duomo, errichtet auf den Säulen eines antiken griechischen Tempels.
Abend: Ein entspanntes Abendessen in der Nähe der, nicht direkt an der, Piazza Duomo.
Tag 9 — Noto
Vormittag: Fahrt nach Noto, etwa 40 Minuten von Syrakus, das barocke Aushängeschild des Val di Noto, nach dem Erdbeben von 1693 wiederaufgebaut.
Nachmittag: Den Corso entlanggehen, idealerweise zweimal — einmal am Mittag und einmal im späten Nachmittagslicht, das die Farbe des Kalksteins merklich verändert.
Abend: Rückfahrt nach Ortigia für eine letzte Nacht.
Tag 10 — Abreise
Vormittag: Abreise ab Catania, etwa eine Stunde von Syrakus, mit Pufferzeit für Fahrt und Flughafenabläufe.
Praktische Hinweise
Den Mietwagen auf einem gesicherten Langzeitparkplatz in Milazzo lassen, statt zu versuchen, ihn auf die Inseln mitzunehmen — keine der drei Inseln dieser Reiseroute braucht ein Auto, und Autofähren zu den Äolischen Inseln sind langsamer, teurer und für einen Besuch dieser Länge weitgehend unnötig. Speziell für den Inselabschnitt leicht packen; Kopfsteinpflaster-Hafenorte und enge Treppen bevorzugen eine weiche Tasche gegenüber einem Rollkoffer.
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Foto: unser eigenes Bild des Ortes, nicht das Produktfoto des Anbieters.


